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Burnout und Boreout – Aus Coaching-Perspektive: Erklärung, Ursachen, Maßnahmen – Unsere Infos

Inhaltsverzeichnis

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Die Bedingungen am Arbeitsplatz stellen für viele Menschen eine absolute Herausforderung dar. Hierzu tragen die Globalisierung und die Digitalisierung einen großen Teil bei. Auf Grund der aktuellen Situation sind die Arbeitsschritte und -abläufe oft überaus komplex. Es ist schwer, den Überblick zu behalten und nicht unter dem hohen Druck zugrunde zu gehen.
Immer häufiger wird der Arbeitsplatz als großer Faktor bei der Entwicklung einer psychischen Krankheit gesehen. Es scheint schier unmöglich zu sein, die hohen Anforderungen und den Druck des Arbeitsplatzes mit den Ansprüchen an das Privatleben zu vereinen. Das Burnout Syndrom tritt seit einigen Jahren verstärkt auf. Es handelt sich um eine Reihe an Symptomen, die durch anhaltenden Druck, hohen Stress und Überforderung ausgelöst werden. Was viele nicht wissen ist, dass es neben dem Burnout Syndrom beispielsweise auch noch das Boreout gibt. Doch wie sieht es aus, wenn die Langeweile zu einem Katalysator körperlicher und psychischer Beschwerden wird?

Burnout: Erklärung und Ursachen

Das Burnout ist in den letzten Jahren zu einer Modekrankheit geworden. Es handelt sich um eine der seltenen psychischen Krankheiten, die mit wenig Vorurteilen seitens der Bevölkerung verbunden ist. Selbst Laien wissen meist, wodurch sich dieses Syndrom auszeichnet und wodurch es verursacht wird. Der Name stammt aus dem Englischen „to burn out“ bedeutet, auszubrennen. Das Syndrom kann sich in vielerlei Symptomen bemerkbar machen. Auf psychischer Ebene stehen Lustlosigkeit, Kraftlosigkeit und Verlust der Lebensfreude wohl im Vordergrund.
Aus medizinischer Sicht ist das Burnout-Syndrom keine eigenständige Diagnose. Kritiker bemerken, dass es sich um eine Verschönerung einer Depression handelt. Eine Überanstrengung bei der Arbeit oder im Privatleben wird von der Gesellschaft positiver bewertet als eine Depression.
Im medizinischen Diagnoseschlüssel, dem ICD 10, ist das Burnout als Zusatzdiagnose zu finden. Wenn man die Anbahnung eines Burnouts frühzeitig erkennt, lassen sich die langfristigen Auswirkungen häufig abwenden. Das Problem besteht jedoch vor allem darin, dass sich Betroffene zu Beginn der Erkrankung sehr begeistert und motiviert fühlen. Sie möchten viel erreichen und haben sich große Ziele gesteckt. Endlich haben sie das Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein und sich der Erfüllung ihrer Träume zu nähern. Und auch für Arbeitgeber und Angehörige von Betroffenen ist es schwer, die große Begeisterung und Leistungsbereitschaft der betroffenen Person als potenzielles Burnout zu erkennen.

Das Burnout kann eigentlich in jeder Lebenslage auftreten. Mütter, die zu Hause bleiben und sich um den Haushalt kümmern, sind ebenso betroffen wie Studenten oder Arbeitnehmer. In der Öffentlichkeit wird über das Burnout-Syndrom jedoch vor allem im beruflichen Zusammenhang gesprochen. Wenn Angestellte unter erhöhten Arbeitsanforderungen arbeiten müssen und selbst wenig Spielraum für eigene Entscheidungen oder Kontrolle besitzen, kann dies das Risiko für ein Burnout erhöhen.

Zunächst zeigt die betroffene Person eine große Begeisterung für ihre Position und ihre Aufgaben. Sie möchten den überhöhten Erwartungen unbedingt gerecht werden und stürzen sich kopfüber in auszehrende Arbeitstage. Hierbei nehmen sie Überstunden in Kauf und stellen ihre eigene Gesundheit, sowie ihre privaten Bedürfnisse hinten an. Die sozialen Kontakte werden vernachlässigt, denn es gibt keine Freizeit, die mit Hobbys oder Freundschaften gefüllt werden könnte. Die betroffene Person gibt täglich mehr als 100 Prozent, doch anders als erwartet bleiben die Erfolgsmomente und die Glücksgefühle aus. Was mit einem hohen Maß an Begeisterung begonnen hat, verwandelt sich in Frustration. Denn auch wenn die betroffene Person jeden Tag an ihr Limit geht, kann sie die gesteckten Ziele nicht erreichen. Zu dem Druck von außen, beispielsweise von den Vorgesetzten, kommt der innere Stress. Der Betroffene hat das Gefühl, hinter seinen eigenen Ansprüchen zurückzubleiben.
Um diese Emotionen zu kompensieren, greifen viele zu Alkohol oder konsumieren überhöhte Mengen an Lebensmitteln. Es beginnt ein Teufelskreis, aus negativen Emotionen und Selbsthass. Auf diese Weise begibt man sich immer tiefer in das Burnout hinein. Es handelt sich um eine Entwicklung, die oft mehrere Monate andauert. Wenn die Abwärtsspirale nicht durchbrochen wird, kommt es bereits nach kurzer Zeit zu den ersten deutlichen Symptomen. Neben Hoffnungslosigkeit, Reizbarkeit und Antriebsschwäche, gehören chronische Erschöpfung und ein Gefühl von Wertlosigkeit zu den häufigsten Beschwerden. Auf körperlicher Ebene treten Rückenschmerzen, Kopfschmerzen und Magenbeschwerden auf.

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Boreout: Erklärung und Ursachen

Der Begriff Boreout stammt ebenfalls aus dem Englischen. Er ist von dem Wort boredom abzuleiten und bedeutet soviel wie Langeweile. Anders als beim Burnout, bei dem sich die Betroffenen chronisch überfordert fühlen, entsteht das Boreout durch einen andauernden Zustand von Unterforderung.
Der Begriff wurde in erster Linie von zwei Unternehmensberatern aus der Schweiz geprägt. Peter Werder und Philippe Rothlin befassen sich in ihrem Buch „Diagnose Boreout“ eingehend mit diesem Phänomen, das medial deutlich weniger Aufmerksamkeit erhält als das Burnout. Wenn Menschen an ihrem Arbeitsplatz vor allem mit Aufgaben konfrontiert werden, die sie als wenig sinnvoll bewerten, zeigen sie eine sehr viel geringere Leistungsbereitschaft. Die Symptome überschneiden sich in einigen Aspekten mit denen des Burnouts. Dabei liegen andere Auslöser zugrunde. Wenn sich ein Arbeitnehmer nicht mit dem Unternehmen identifiziert oder überqualifiziert ist, dann zeigt er wenig Interesse für die Aufgaben, die er zu erledigen hat. Dies zeigt sich unter anderem in geringer Effizienz und chronischem Desinteresse. Es könnte angenommen werden, dass die Arbeitsschritte von einer überqualifizierten Person besonders schnell bearbeitet werden. Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Für den Unternehmer ist dies von Nachteil, denn er schöpft die Humanressourcen seines Betriebs nicht aus.
Die Grundlage des Boreouts ist sowohl in der Quantität als auch in der Qualität der Aufgaben begründet. Wenn die Arbeitsschritte nicht komplex genug sind, fühlt sich eine überqualifizierte Person nicht ernst genommen. Auch das Arbeitsvolumen ist entscheidend. Zu wenig Aufgaben mindern die Aufmerksamkeitsspanne der Arbeitskraft. Personen, die eigentlich eine hohe Leistungsbereitschaft haben, kämpfen mit Müdigkeit, Langeweile, Frustration und Lustlosigkeit.
Ähnlich wie beim Burnout entwickelt sich auch beim Boreout ein Teufelskreis. Paradoxerweise entwickeln die betroffenen Personen Strategien, um der Arbeit zu entgehen. Eigentlich würden sie die Unterstützung durch ihre Arbeitgeber benötigen. Aufgaben, die eine hohe Konzentration erfordern und mit viel Verantwortung einhergehen. Da sie sich chronisch unterfordert fühlen, arbeiten sie weniger sorgfältig, was dazu führt, dass ihnen keine komplexen Aufgaben zugetraut werden. Es entsteht ein Kreislauf, aus dem nur sehr schwer ausgebrochen werden kann.

Wenn der betroffene Mitarbeiter innerlich resigniert ist und in Gedanken bereits gekündigt hat, zeigt sich dies in Form von Anteilnahmslosigkeit und Schlaflosigkeit, Antriebslosigkeit und Kopfschmerzen bis hin zu Depressionen. Die Folgen sind sowohl für den Mitarbeiter als auch für das Unternehmen negativ zu bewerten. Eine überqualifizierte Person, die ihre Arbeit nicht richtig macht, verursacht hohe Kosten. Es kann auch sein, dass sie das Unternehmen verlässt. Die Stelle muss neu besetzt werden und die Firma hat eine wertvolle Arbeitskraft verloren. Der Arbeitsmarkt ist hart umkämpft. Für Betriebe wird es zunehmend schwerer, gute Fachkräfte für sich gewinnen und langfristig binden zu können. Vor diesem Hintergrund gleicht der Verlust einer wertvollen Arbeitskraft einer kleinen Katastrophe.
Es gibt jedoch auch starke Kritik an dem Begriff des Boreouts. Das Syndrom wird von zahlreichen Forschern und Ärzten nicht als psychische Krankheit anerkannt. Demnach handelt es sich bei Boreout lediglich um einen medienwirksam Begriff. Er verschleiert die Arbeitsfaulheit der Personen. Für Betroffene sei es nämlich eigentlich sehr leicht, sich aus ihrem Zustand zu befreien. Sie müssten am Arbeitsplatz einfordern, dass sie mit komplexeren Projekten und anspruchsvolleren Aufgaben betraut werden. Geschehe dies nicht, so könnten sie immer noch ihren Arbeitsplatz wechseln und in Zukunft für ein Unternehmen arbeiten, mit dem sie sich besser identifizieren können.

Burnout und Boreout: Die Symptome

Wie bereits erwähnt, können die Symptome der beiden Krankheiten durchaus Überschneidungen aufweisen. Sie sind Teil einer depressiven Verstimmung und machen erneut deutlich, wie vielseitig psychische Krankheiten in Erscheinung treten. Aus diesem Grund ist es umso wichtiger, die Ursachen für die Notlage zu finden. Befindet sich die betroffene Person in einem Zustand chronischer Überlastung oder hat sie das Gefühl, unterfordert zu sein?
Wenn psychische Krankheiten frühzeitig erkannt werden, können schwerwiegende Folgen in vielen Fällen vermieden werden. Kommt es erst verspätet zu einer Diagnose, dann muss oft eine tiefgreifende Therapie eingeleitet werden. Diese zieht sich mitunter über mehrere Monate hin und führt sowohl im privaten als auch im beruflichen Umfeld zu einem langen Ausfall.

Zu den häufigsten Symptomen des Boreouts gehören Kopfschmerzen, Lustlosigkeit, Konzentrationsschwäche, Schlaflosigkeit und Anteilnahmslosigkeit. Aus diesen Symptomen kann sich eine depressive Verstimmung ableiten lassen. Wird diese nicht erkannt und bleibt unbehandelt, so kann sich eine schwerwiegende Depression entwickeln. Kritiker halten das Boreout für eine leichte Möglichkeit, sich der Arbeit zu entziehen. Statt Verantwortung für die Lustlosigkeit am Arbeitsplatz zu übernehmen und sich für anspruchsvollere Aufgaben einzusetzen, wird die Schuld für die Antriebslosigkeit auf äußere Einflüsse geschoben.

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Bei einem Burnout spielt der Körper verrückt. Es kommt unter anderem zu Kopfschmerzen, Rückenbeschwerden, Muskelverspannungen und Verdauungsproblemen. Ein Burnout beschränkt sich keinesfalls auf den Geist, wie es bei einigen anderen psychischen Erkrankungen der Fall ist. Die körperlichen Folgen eines Burnouts sind häufig die Ursache dafür, dass endlich Hilfe gesucht wird. Denn Schlafstörungen, Stress, Konzentrationsmangel und Anteilnahmslosigkeit werden oft nicht ernst genommen. Die Betroffenen gehen davon aus, dass es sich um eine Phase handelt, die von selbst vorübergeht. Erst wenn sich eine vollständige Depression entwickelt hat und die betroffene Person nicht mehr in der Lage ist, ihren Alltag normal zu gestalten, wird Hilfe gesucht. Zu diesem Zeitpunkt fällt die erkrankte Person meist über einen langen Zeitraum hinweg aus.

Ist Boreout gleichzeitig auch Burnout?

Wie bereits erwähnt, gibt es Kritiker, die das Boreout nicht als Erschöpfungssyndrom bewerten. Sie halten dieses Phänomen für eine Modeerscheinung, die vielen Menschen die Möglichkeit gibt, ihre Verantwortung auf andere abzuwälzen. Statt eigenverantwortlich komplexere Aufgaben bei der Arbeit zu suchen und sich für eine Produktivitätssteigerung einzusetzen, werden Ausreden und Entschuldigungen gesucht.
Andere sehen im Boreout jedoch keine Modeerscheinung, sondern ein ernstzunehmendes Erschöpfungssyndrom. Die Symptome des Boreouts überschneiden sich deutlich mit denen des Burnouts. Auch das Resultat ist in vielen Fällen dasselbe: Die Arbeit wird abgebrochen, ohne die angesetzte Leistung erbracht zu haben. Das Problem, sei es nun eine Unter- oder eine Überforderung, wird weggedrückt, bis eine vollkommene Blockade eintritt. Die betroffene Person ist dann nicht mehr in der Lage, eine gute Leistung zu erbringen. Sie scheitert an ihren eigenen Ansprüchen und fühlt sich von der Welt unverstanden. Lange Fehlzeiten am Arbeitsplatz treten ebenfalls bei beiden Syndromen auf. Dies ist nicht nur aus der Sicht der betroffenen Menschen zu bewerten, sondern sollte vom Arbeitgeber in jedem Fall ernst genommen werden. Es lässt sich erkennen, dass zu hohe oder zu niedrige Ansprüche zu großen Problemen führen können, die zusätzliche Kosten verursachen. Ein angemessenes Konzept der Arbeitsbedingungen sollte deshalb für jeden Arbeitgeber eine Priorität sein.

Gegenmaßnahmen: Wie kann Betroffenen geholfen werden?

Zunächst einmal könnte an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass die Gesellschaft eine große Verantwortung für die psychische Gesundheit der Menschen hat, die in ihr leben. Mentale Krankheiten werden weiterhin sehr oft stigmatisiert. Eine Enttabuisierung kann dazu führen, dass Betroffene ihre Symptome und Beschwerden offener mit ihren Mitmenschen teilen können. Auf diese Weise bilden sich gesellschaftliche Richtwerte. Die Beschwerden werden unter Umständen früher ernst genommen und können offen diskutiert werden. Darüber hinaus motivieren die Mitmenschen dazu, einen Arzt aufzusuchen und sich in eine professionelle Behandlung zu geben. Diese Idee sollte auf gesamtgesellschaftlicher Ebene funktionieren. Doch auch im Kleinen kommt sie zum Tragen. Am Arbeitsplatz könnten früher Maßnahmen eingeleitet werden, die zu einer besseren Arbeitsatmosphäre führen. Offene Gespräche mit dem Arbeitgeber könnten sowohl beim Boreout als auch beim Burnout Abhilfe schaffen, bevor sich die Symptome zu stark entwickelt haben. Durch Gespräche mit einem Business-Health Coach kann sich ein Betroffener auch selbst Auswege aus seiner Krise erarbeiten. Gerade heutzutage gibt es viele berufliche Optionen für einen Wechsel der Rolle, entweder im bekannten Umfeld oder in einem anderen beruflichen Kontext.

Bei Burnout

Die Entwicklung eines Burnouts ist sowohl für die Einzelperson als auch für den Arbeitgeber mit weitreichenden Folgen behaftet. Wenn die Krankheit nicht frühzeitig erkannt wird und sich bereits vollständig entfalten konnte, dann hilft nur noch eine professionelle Behandlung in Form einer gezielten Therapie. Deshalb ist es wichtig, in die Vorbeugung zu investieren. Auf diese Weise können psychische Krankheiten vermieden werden und es entsteht insgesamt ein gesünderes Arbeitsklima.

Folgende vorbeugende Maßnahmen kann die Einzelperson treffen:

 

  • Stellenausschreibungen und Arbeitsanforderungen sehr genau lesen und auch hinterfragen. Abgrenzungen deutlich machen und das Tätigkeitsgebiet konkret definieren.
  • Stetiger Austausch unter Kollegen und Ansprache der Führungskräfte. Probleme, Konflikte oder Unzufriedenheit frühzeitig ansprechen und Überforderung zum Ausdruck bringen.
  • Zeit und Energie in eine gute Vorbereitung stecken.
  • Während der Einarbeitungszeit Fragen stellen und sich weiterbilden.
  • Sparring einfordern mit einem professionellen Business-Health Coach
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Folgende vorbeugende Maßnahmen können Arbeitgeber treffen:

 

  • Die Stellenausschreibungen sollten ehrlich formuliert werden. Das Anwerben und Einarbeiten neuer Angestellter ist mit einem monetären und zeitlichen Aufwand verbunden. Durch eine Untertreibung der Arbeitsanforderungen können möglicherweise viele Arbeitnehmer angelockt werden. Diese sind den Aufgaben jedoch nicht gewachsen, was zu einem starken Personalwechsel führt.
  • Vertrauen in die Führungskräfte eines Unternehmens. Die Möglichkeit, Abläufe und Zuständigkeiten selbst planen zu dürfen, nimmt den Druck und mindert den Stress.
  • Häufige Reflexion der Abläufe am Arbeitsplatz, sowie ehrliche Gespräche und ständiger Kontakt zwischen Vorgesetzten und Angestellten.
  • Anerkennung und Wertschätzung. Die Arbeitnehmer müssen sich mit dem Unternehmen identifizieren können. Die Leistungsbereitschaft wird anerkannt und sowohl auf persönlicher als auch auf monetärer Ebene belohnt.
  • Begleitung der Führungskräfte durch regelmäßige professionelle Einzel- oder Gruppencoachings
  • Kompetente Aufklärung in Form von Vorträgen, Workshops etc. zu den Themen Mental Health & Burnout-Prävention.

Bei Boreout

Forscher bewerten das Boreout als psychisches Syndrom. Kritiker sehen dies anders und gehen davon aus, dass die betroffenen Personen die Verantwortung von sich auf andere Menschen abwälzen wollen. Statt sich für anspruchsvollere Aufgaben einzusetzen, werden selbst die wenig komplexen Aufgabenbereiche lustlos abgearbeitet. Hierbei kann weder durch eine hohe Effizienz noch durch eine große Leistungsbereitschaft geglänzt werden.
Im Grunde ist es jedoch egal, zu welcher Bewertung Sie kommen. Feststeht, dass ein Arbeitgeber die Performance und Produktivität seiner Mitarbeiter zu einem großen Anteil selbst lenken kann. Wenn in eine gute Arbeitsatmosphäre und ein passendes Konzept investiert wird, dann kann ein Unternehmer bei gleichbleibenden Humanressourcen ohne großen finanziellen Aufwand eine deutlich bessere Leistung seines Arbeitsteams erzielen. Die Motivation findet zu einem Großteil auf emotionaler Ebene statt. Teambildende Maßnahmen, Coachings und andere Ansätze können genutzt werden, um den Zusammenhalt der Mitarbeiter zu stärken und den Stresspegel zu senken.

Folgende vorbeugende Maßnahmen können Einzelpersonen treffen:

  • Individuelle Bedürfnisse und Interessen auch am Arbeitsplatz durchsetzen, wenn diese unternehmenskonform sind und die Philosophie des Betriebs widerspiegeln
  • Stellenausschreibungen und Berufsbezeichnungen genau lesen; Gestaltungsspielräume bereits beim Einstellungsgespräch anfragen und besprechen.
  • Aufgaben suchen und neue Inhalte erlernen, um den Wissenshorizont zu erweitern und auch in anderen, anspruchsvollen Aufgaben im Unternehmen eingesetzt werden zu können.
  • Veränderungsoptionen ausloten – gegebenenfalls mithilfe eines Coaches

Folgende vorbeugende Maßnahmen können Arbeitgeber treffen:

 

  • Strukturierte Mitarbeiterbegleitung und -förderung durch Personal- und Organisationsentwicklungsmaßnahmen
  • Arbeitsausschreibungen ehrlich formulieren und nicht übertreiben.
  • Die Tätigkeiten sorgfältig beschreiben und bei Gesprächen auf Änderungsvorschläge eingehen.
  • Wertschätzung und Respekt gegenüber den Mitarbeitern zeigen.
  • Sinnvolle Aufgaben vergeben und Arbeitsabläufe effizient aufbauen.
  • Den Angestellten Vertrauen entgegenbringen und verschiedene Maßnahmen zur Mitarbeitermotivation einführen.
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Achtung: Diese Maßnahmen schaffen keine Abhilfe bei Burnout oder Boreout

Es haben sich bedauerlicherweise einige Fehlentwicklungen eingeschlichen, die bei Burnout und Boreout häufig eingesetzt werden, jedoch keine Abhilfe schaffen. Es kann an dieser Stelle nur ein weiteres Mal betont werden, dass psychische Krankheiten ernst genommen werden müssen und eine professionelle Behandlung eingeleitet werden sollte.

Beim Burnout

Oftmals wird bewusst nicht versucht, sich mit dem Burnout und den damit einhergehenden Depressionen auseinanderzusetzen. Ein hoher Stresspegel ist gesellschaftlich anerkannt und wird als Zeichen von Fleiß gewertet. Der Negativkreislauf führt sich fort, bis die betroffene Person unter der großen Belastung zusammenbricht.
Eine weitere Strategie ist, den Stress und das Gefühl von Versagen durch Drogen und andere Ausgleichsmittel zu verdrängen. Besonders häufig werden Alkohol und Zigaretten eingesetzt. Doch auch Essstörungen können auftreten. Diese Kompensationen können durch entsprechend qualifizierte Health & Selfcare Experten erkannt und mit den Klienten bearbeitet werden. Manchmal braucht es auch eine Suchtberatung.

Beim Boreout

Viele Betroffene flüchten sich in das Vortäuschen von Aktivitäten. Aufgaben, die sich eigentlich innerhalb kurzer Zeit bearbeiten lassen, werden künstlich ausgedehnt. Es wird unter anderem vorgegeben, die Aufgaben sehr sorgfältig machen zu wollen, um die zeitliche Ausdehnung zu rechtfertigen. Der betroffenen Person, sowie den Vorgesetzten, fällt die geringe Effizienz selbstverständlich auf. Kritiker beanstanden die Faulheit der betroffenen Personen, die ihr schlechtes Verhalten durch den Begriff des Boreouts vertuschen wollen. Die Langeweile, die mit einem Nachlass der Produktivität und Leistungsbereitschaft einhergeht, wird zu auch vom Arbeitgeber mitverursacht. Das Unternehmen sollte sich darauf konzentrieren, seine Mitarbeiter “richtig” einzusetzen, um das Humankapital seines Betriebs optimal zu nutzen. Es braucht eine Vision des Unternehmens für den Umgang mit seinen Mitarbeitern und dann eine daraus abgeleitete Personalstrategie.

Fazit

Ganz gleich, wie Sie die beiden Begriffe Burnout und Boreout bewerten, sie bedeuten in jedem Fall lange Ausfälle bei der Arbeit, die wiederum mit hohen Kosten verbunden sind. Der Auftritt eines solchen Syndroms ist somit sowohl für die Einzelperson als auch für den Arbeitgeber von Nachteil. Der Arbeitsausfall ist mit einem hohen monetären und zeitlichen Aufwand verbunden, denn die erkrankte Person muss ersetzt werden.
Die langfristige Gesundheit der Mitarbeiter ist sowohl im Interesse der Einzelperson als auch des Arbeitgebers. Aus diesem Grund lohnt es sich, in die Entwicklung guter Arbeitsbedingungen zu investieren. Wenn das optimale Aktivierungslevel am Arbeitsplatz erreicht wird, fühlen sich die Angestellten weder über- noch unterfordert.
Es gibt verschiedene Maßnahmen, durch deren Einführung dies erreicht werden kann und oft ist es ratsam, ein gutes Personal- und Organisations-Fundament im Unternehmen zu legen, damit sich auf diesem Fundament eine gute und gesunde Struktur für die Einzelnen ableiten kann.

Man kann auch an kleineren Schrauben drehen. Heutzutage wird in vielen Unternehmen in Arbeitsteams gearbeitet. Die Dynamik leidet jedoch unter Kommunikationsschwierigkeiten und Auseinandersetzungen. Ein Teamcoaching kann hier kurzfristig Abhilfe schaffen. Der Coach ist entweder fester Bestandteil des Teams oder wird unternehmensextern angeheuert. Er führt eingehende Gespräche mit den Teammitgliedern und stellt hierbei die Schwierigkeiten der Arbeitsgruppe fest. Anschließend gibt er gezielte Impulse, welche die Dynamik des Teams in eine neue Richtung treiben. Auf diese Weise können teilnahmslose Mitglieder des Teams besser integriert werden, während besonders engagierte Mitarbeiter Entlastung finden. Nähere Informationen zum Aufbau und Ablauf des Teamcoachings, finden Sie in unserem informativen Magazinartikel zu diesem Thema.

Teambildende Maßnahmen, wie Betriebsausflüge, Firmenfeste oder Teamveranstaltungen tragen ebenfalls dazu bei, dass sich die Angestellten mit dem Unternehmen identifizieren. Sie fühlen sich wertgeschätzt und respektiert, denn ihre Arbeit trägt einen entscheidenden Anteil zum Betriebserfolg bei. Eine Beteiligung von Mitarbeitern bei der Auswahl der Veranstaltungen bewährt sich immer, denn Beteiligung steigert immer auch die Motivation und das Gefühl der Mitverantwortung.

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