- Narzissten wirken nach aussen selbstsicher, verbergen dahinter aber ein schwaches Selbstwertgefühl und Angst vor Kritik.
- In Beziehungen zwingt narzisstisches Verhalten andere Familienmitglieder zur Unterordnung – eigene Bedürfnisse bleiben dauerhaft auf der Strecke.
- Narzisstische Familien pflegen nach aussen ein makelloses Bild, während hinter verschlossenen Türen Kontrolle und Missbrauch herrschen.
- Kinder in solchen Familien wachsen unter extremem Leistungsdruck auf und entwickeln kaum eine eigene Persönlichkeit.
- Narzisstische Verhaltensmuster werden oft unbewusst von Generation zu Generation weitergegeben.
Der Begriff Narzissmus wird im alltäglichen Sprachgebrauch immer häufiger benutzt. Doch was ist eine narzisstische Persönlichkeitsstörung überhaupt? Und wie wirkt sich Narzissmus in zwischenmenschlichen Beziehungen, insbesondere in der Familie, aus?
Narzissmus – Bedeutung
Narzissten zeigen sich nach aussen hin selbstsicher und ich-bezogen. Es fehlt ihnen an Empathie ihren Mitmenschen gegenüber und sie leiden unter einem über jedes normale Mass hinaus gesteigerten Geltungsanspruch. Hinter der Fassade des unerschütterlichen Selbstbewusstseins verstecken sich jedoch ein äusserst schwaches Selbstwertgefühl und die konstante Angst vor Kritik und Kränkung. Ein ausgeprägter Narzissmus stellt eine Persönlichkeitsstörung dar, die häufig nur von einem Psychologen auch als solche diagnostiziert wird. Für Menschen mit einer solchen narzisstischen Persönlichkeitsstörung ist ein normales Alltagsleben kaum noch möglich, denn sie sind konstant darauf bedacht, im Mittelpunkt zu stehen und machen sich keine Gedanken um die Gefühle ihrer Mitmenschen.
Wie gehen Narzissten mit ihrem Partner, ihren Kindern und Eltern um?
Das Verhalten eines Narzissten erschwert es, eine gesunde Beziehung zu führen. Er ist so stark auf sich selbst, seine Bedürfnisse und seine Wünsche fokussiert, dass seinen Mitmenschen – sofern sie die Beziehung nicht beenden – nichts übrig bleibt, als sich seinen narzisstischen Zügen anzupassen, sprich sich unterzuordnen. Da die narzisstische Person starke Stimmungsschwankungen hat, keine Kritik zulässt und empfindlich ist, ist es anderen Familienmitgliedern meist kaum möglich, eigene Wünsche und Ansprüche zu äussern. Eltern, Partner oder Kinder versuchen mit allen Mitteln, den Vorstellungen des Narzissten zu entsprechen, auch wenn dies schier unmöglich ist.
Wer mit einem Narzissten zusammenlebt, ordnet sich unter, hat ständig Schuldgefühle und kann nie vollständig abschalten, weil er mit seelischen Angriffen, Belehrungen, Kritik oder Demütigungen rechnen muss.
Narzisstische Familienstrukturen
Narzisstische Familien wahren nach aussen hin das Bild der heilen Welt. Die Eltern sorgen sich um die Hobbies ihrer Kinder, engagieren sich im Kindergarten oder in der Schule, verfolgen bei ihren scheinbar altruistischen Handlungen aber stets egoistische Interessen. Wenn sich Besuch anmeldet, wird das gesamte Haus herausgeputzt. Viele Familien mit narzisstischen Zügen tragen ihre Erfolge, ihren Status oder ihr Vermögen zur Schau. Doch all dieses Verhalten dient letztlich nur dazu, den Schein zu wahren, während hinter verschlossenen Türen missbräuchliches Verhalten auf der Tagesordnung steht.
In narzisstischen Familien steht die Einheit der Familie vor dem Individuum. Die Kinder können sich nur schwer entfalten und ihre Persönlichkeit entwickeln, denn sie sind stets darum bemüht, dem narzisstischen Elternteil zu gefallen und es ihm recht zu machen. Der Leistungsdruck ist hoch, denn den Kindern wird beigebracht, dass nur Leistung zu Anerkennung führen kann. Für Erfolge erhalten die Kinder trotzdem kein Lob von ihren narzisstischen Eltern, denn so werden sie weiterhin kleingehalten.
Auffällig ist auch, dass viele narzisstische Familien sektenhafte Strukturen aufweisen. Es gibt mindestens einen Elternteil, der die Führungsrolle in der Familie übernimmt und von den anderen Familienmitgliedern nicht kritisiert werden darf. Konkrete Vorschriften werden für verschiedene Lebensbereiche ausgesprochen und ihre Einhaltung wird strengstens kontrolliert. Privatsphäre, individuelle Persönlichkeitsentwicklung und eigene Ziele findet man in einer narzisstischen Familie so gut wie gar nicht.
Die vom Kindesalter an erlernten Verhaltensmuster werden dann häufig weitergegeben und so kann Narzissmus über Generationen hinweg in einer Familie bestehen bleiben.
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Es handelt sich um eine psychische Störung, bei der Betroffene übermässigen Geltungsdrang zeigen, kaum Empathie besitzen und trotz äusserlicher Selbstsicherheit unter einem tief verwurzelten geringen Selbstwertgefühl leiden. Die Diagnose wird in der Regel von einem Psychologen gestellt.
Der Narzisst dominiert die Familie durch Stimmungsschwankungen, Kritiklosigkeit und Kontrolle. Andere Familienmitglieder ordnen sich unter, haben ständig Schuldgefühle und können eigene Wünsche kaum äussern.
Narzisstische Familien wirken nach aussen vorbildlich und harmonisch. Sie pflegen ihr Ansehen, stellen Status und Erfolge zur Schau – doch dieses Bild dient nur der Fassade und verbirgt missbräuchliche Strukturen im Inneren.
Kinder narzisstischer Eltern stehen unter hohem Leistungsdruck, erhalten kaum Lob und können ihre Persönlichkeit nur schwer entfalten. Die erlernten Verhaltensmuster können dazu führen, dass Narzissmus über Generationen weitergegeben wird.
Ja, viele narzisstische Familien ähneln sektenartigen Strukturen: Ein Elternteil übernimmt eine unangreifbare Führungsrolle, setzt strenge Regeln durch und lässt keine Kritik zu. Privatsphäre und individuelle Entfaltung sind kaum möglich.